Hort

 

Hort (Schulkindbetreuung)

  

Die Schulkindbetreuung ist ein Teil unserer Einrichtung für die Betreuung der Kinder angrenzender Grundschulen nach Schulschluss.

Die Kinder werden von einer pädagogischen Fachkraft, einer pädagogischen Hilfskraft und ggfs. von einem/r Praktikanten/-tin in Ausbildung bis maximal 17.00 Uhr betreut. Während der Schulferien werden je nach Kinderanzahl die Kinder in den Kindergarten integriert.

 

Menschenbild und pädagogisches Ziel

Jeder Mensch ist nichts anderes als die Summe all seiner Erlebnisse.

Jeder Mensch ist damit bedingungslos lebens- und liebenswert.

 

Aus den Kindern soll eine lebensbejahende Persönlichkeit werden. Die Kinder werden in ihrer Entwicklung unterstützt, mit dem Ziel, ihr Leben so gestalten zu können, dass sie -  und vorerst sie selber – ihr Leben als gelungenes Leben erleben. Die Schulkindbetreuung schafft dafür die Basis, einen stabilen Boden, Sicherheit und Geborgenheit.

 

Voraussetzungen: Empathie für andere und Rücksichtnahme sind eine der wenigen, unverhandelbaren Forderungen an alle im Hort, um das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit aufbauen zu können.

 

Die Kinder sollen lernen, sich selbst zu vertrauen; gegenseitiges Vertrauen und wertschätzendes, annehmendes Miteinander zu entwickeln. Erst wenn ein Mensch gelernt hat, Mitgefühl für sich selbst zu entwickeln und ein Gefühl für die eigenen Grenzen zu bekommen, kann er Mitgefühl für andere lernen. Er lernt, sich in andere hinein zu versetzen und andere zu verstehen. Rücksichtnahme beinhaltet sowohl ein Gefühl für die Grenzen anderen zu entwickeln, als auch die Bereitschaft, diese Grenzen zu respektieren.

 

Auch die Selbstwirksamkeit durch Mitgestaltung ist ein wichtiger Punkt. Sie zielt darauf ab, sein Leben als gelungen zu empfinden. Ein Kind muss sein Leben selber gestalten dürfen. Im Rahmen der verfügbaren Hausaufgabenzeit, soll das Kind möglichst selber entscheiden dürfen, wann und wo es Hausaufgaben machen möchte. In der Freispielzeit dürfen die Kinder möglichst frei ihre Zeit gestalten. Verfügbare Räumlichkeiten (Turnhalle, Garten, Hausaufgabenzimmer, Küche etc.) können genutzt werden. Zur Verhin-derung von Reizüberflutung werden sie von uns nicht mit Aktionen „gefüttert“, sondern wir knüpfen an den aktuellen Interessen der Kinder an.

 

So wenig feste allgemeingültige Strukturen wie möglich

und gerade so viele wie nötig!

 

Selbstwirksamkeit heißt auch, Mut zu haben, etwas Neues zu wagen. Dabei erfahren sie Zuversicht, dass eine missglückte Situation gerettet werden kann. Die Schulkindbetreuung trägt, fängt auf, ist vorwurfsfrei, schuldfrei, straffrei und reagiert konstruktiv. Möglichkeiten der Streitschlichtung und Wiedergutmachung werden mit den Kindern erarbeitet und erprobt. Aus diesen Erfahrungen kann ein Mensch mutig eigene Verantwortung tragen.

 

Hausaufgaben und Lernen

 

Die Schulkindbetreuung soll im Hinblick auf die Hausaufgaben eine emotionale Entlastung in den Familien sein. Für die

Erledigung ihrer Hausaufgaben können sich die Kinder von Montag bis Donnerstag bis maximal 16.45 Uhr Zeit nehmen.

Betreut werden die Hausaufgaben bis 15.30 Uhr. Anschließend können die Kinder freiwillig weiterarbeiten. Empfohlen wird ein Umfang von 30 Minuten (1. und 2. Klasse), bei älteren Kindern 45 Minuten (3. Und 4. Klasse). Die Erzieher agieren dabei als Ratgeber, um die Selbständigkeit zu fördern. Sie kontrollieren stichpunktartig und lassen Fehler teilweise auch bewusst stehen. Sie dienen den Lehrern und Eltern als Rückmeldung des Lernstands. Das Personal leistet weder Nachhilfeunterricht, noch bereiten Sie die Kinder auf Proben und Klausuren vor. Lesehausaufgaben werden grundsätzlich zu Hause erledigt. Die Eltern sollen somit auch eine regelmäßige Teilhabe am Lernstand des Kindes haben. Die Endkontrolle der Hausaufgaben auf Vollständigkeit obliegt der Verantwortung der Eltern. Am Freitag ist Hausaufgabenfrei. Die Kinder können freiwillig Hausaufgaben machen, welche jedoch nicht betreut und kontrolliert werden.